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Die Ehrenlande

Die Ehrenlande sind die Grafschaft des Königs. Hier befindet sich auch die Hauptstadt des Reiches, die ebenfalls den Namen Saya trägt. Mit ihren vier Stadtvierteln, die den Elementen Feuer, Erde, Wasser und Luft gewidmet sind, sowie dem prächtigen Kronenrefugium in der Mitte, ist die Hauptstadt immer eine Reise wert und bietet eine Menge Abwechslung.

Die Umlande werden überwiegend von gutbürgerlichen und königstreuen Menschen bewohnt, die sich oftmals als Bauern verdienen oder einem ordentlichem Handwerk nachgehen.

Die Ereignisse am Hof des Königs Honestus dem 2. , der persönlich diese Grafschaft regiert, sind Hauptgesprächsthema der Ehrenlander. Die meisten Ehrenlander sind sehr stolz auf ihren König und stellen das auch gerne zur Schau.

Auf der ansonsten einfachen Kleidung findet man daher häufig das königliche Wappen. Auch Kleidungsteile in den Farben der Grafschaft, rot und blau sind häufig vorzufinden.

Der Glaube an das Licht stellt ebenfalls einen wesentlichen Bestandtteil des Lebens dar.

Zahlen & Fakten

  • In den Ehrenlanden leben 35.000 Bürger. 75% davon sind Menschen, 12% Elfen, 11% Zwerge und 2% Orks.
  • In den Ehrenlanden liegt die gleichnamige Hauptstadt des Königreiches Saya. Sie ist der Sitz des Königs, Honestus dem II.
  • Alleine 20.000 Einwohner wohnen in der Hauptstadt Saya selbst.

Geschichte

Hauptstadt des Königreiches Saya ist die gleichnamige Hauptstadt Saya, die zudem als Königssitz in den Ehrenlanden fungiert. Die prächtige Großstadt liegt in der Grafschaft Ehrenlande und ist rein von der Fläche her die nominell kleinste Grafschaft. Es wird berichtet, dass Honestus selbst wenig Ambitionen hegte, seinen Einflussbereich zu vergrößern und sich symbolisch mit der geringsten Landesfläche zufrieden gab. Trotzdem sind die Ehrenlande zwar nicht geographisch, wohl aber kulturell und religiös zweifelsohne der Mittelpunkt des Reiches. In der Stadt leben 20000 Einwohner zusammen, darunter auch einige Elfen und wenige Zwerge.

Die Stadt wurde im bereits im Jahre 1199 vR., also „vor Reichsgründung“, gegründet und stellte eine Sammlung von Häusern dar, in denen vor allem jene lebten, die den großen Ritualplatz der Stämme pflegten und segneten. Als nach der großen Versammlung im Jahre 0 das Königreich unter dem König Honestus, I. ausgerufen wurde, siedelten sich viele Teilnehmer der Versammlung aus Respekt vor dem König dort an, wo dieser sein Schwert niederlegte. Aus der vormals namenlosen Siedlung wurde die Stadt Saya. Gemäß dem früheren Aufbau der Stadt – 4 Orte, die den Elementen geweiht waren, die den heiligen Versammlungsort umgaben – wurde auch das Stadtbild des neuen Sayas daran angepasst. Die größten Umbauarbeiten fanden im Jahre 20 nach Reichsgründung statt, als es gelang, die Zwerge als Baumeister zu gewinnen. Es ist ihrer Erfahrung zu verdanken, dass das aufwändig gestaltete Kronenrefugium schnell und effektiv ausgebaut und in aller Wehrhaftigkeit fertiggestellt werden konnte.

Herrscherhaus

Die Blutlinie Sayas wurde nach heutiger, in Saya gültiger, Zeitrechnung im Jahr 31 v.R. (vor Reichsgründung) geboren. Dem Reichsgründer Honestus I. gelang es, mit einigen Paladinen des Lichtes, viele Menschen verschiedener Stämme unter seiner Prophezeiung zu vereinen und mit ihnen eine Allianz zu schmieden, die als Königreich Saya schließlich ihren Höhepunkt fand. Der einstige Paladin des Lichtes, Honestus, rief sich zu König Honestus I. aus und wurde von den anwesenden Stammesführern als König eingesetzt und bestätigt. Während die Jahre in das Land zogen und das Königreich wuchs und florierte, war Honestus der I. der erste König, der mit den Elfen aus dem Melvari-Wald Kontakt hatte. Er forderte sie auf, sich seinem Reich anzuschließen. Doch die Elfen hatten einen eigenen König und lehnten ab.

Alten Aufzeichnungen zufolge war der König mit großem Gefolge und Tross in die Waldländer aufgebrochen und es wird allgemein berichtet, dass sein selbstherrliches, von Stärke geprägtes Auftreten, dass den Stammesführern damals sehr imponiert hatte, bei den Elfen das Gegenteil bewirkte. König Honestus I. verfluchte daraufhin die Elfen, denn er konnte es nicht ertragen, dass diese wunderschönen Wesen außerhalb seines Machtbereiches lagen. In seinem nicht enden wollendem Gram verabschiedete er mehrere Gesetze die es jedem Elfen verbaten, seinen Fuß in das Königreich Saya zu setzen. Dies sorgte bei den freiheitsliebenden Elfen für großen Kummer und Missmut, war die Intention, sich für diese Entscheidung zu rächen, doch offensichtlich. Dieses Gesetz hielt Honestus bis zu seiner Abdankung aufrecht. Der erste König hatte mehrere Kinder.

Doch sein berühmtester Spross ist sein ältester Sohn, Cathearus. Dieser wurde im Jahr -5 nach neuer Zeitrechnung geboren. Als Honestus der I. im Jahre 29, im Alter von 60 Jahren, abdankte und bald danach starb, übernahm Cathearus I. als weiser König die Führung Sayas. Er entschied, einige Gesetze seines Vaters rückgängig zu machen und den Elfen die Reise ins Land Saya wieder zu ermöglichen. Im Jahre 32 erschuf Cathearus aus diesem Grund selber Gesetze, welche es für die nachfolgende Könige schwer machen würde, Gesetze zum Nachteil anderer Völker zu erschaffen. Auch Cathearus hatte viele Kinder, doch sollte seine Frau ihm erst sehr spät einen Sohn schenken. Den Legenden aus dem Volk zufolge war der Grund seine unerfüllte Liebe zu einer elfischen Prinzessin. Als seine Frau ihm endlich den Sohn schenkte, dies war im Jahre 61, zählte König Cathearus bereits 66 Sommer. Seinem Vater zur Ehre nannte er seinen Sohn Honestus und nachdem Cathearus im Alter von 89 Jahren im Jahr 84 starb, folgte ihm der Sohn als Honestus, der II., auf den Thron.

Die erste Amtshandlung des derzeit regierenden Königs Honestus, des II., war die Änderung der Erbfolge in eine reine Primogenitur. Da er von den Sorgen seines Vaters um einen männlichen Nachfolger wusste, änderte er die Erbfolge dahingehend ab, dass nicht nur der älteste Sohn, sondern auch die älteste Tochter als Kronprinzessin die Königswürde erben konnte. Selbst ist Honestus, der II., noch nicht in den Hafen der Ehe eingefahren, entsprechend hat der junge König auch noch keine Nachkommen. Es heißt, dass er im Moment durchaus bereit ist, sich zu binden, sein Herz jedoch noch von keiner vorgestellten Partie erwärmt werden konnte. Bei seinem Volk gilt Honestus, der II., wie sein Vater als weise und gut. Bei seiner Krönungszeremonie sprach er in einer Rede davon, wie er mit Hilfe des Lichtes das Land zusammenhalten und vereinigen möchte. Es ist jedoch bis heute unklar, ob er damit sein eigenes Königreich Saya meint, oder ob er nicht doch Begehrlichkeiten beim Anblick fremder Reiche verspürt.

Bevölkerung

Die Bewohner der Ehrenlande sind vor allem eines: Königstreu. Da der Landstrich, in dem sich die Stadt Saya heute befindet, zu Zeiten der Reichsgründung kaum besiedelt war, sind viele Bewohner der Ehrenlande Nachkommen jener, die sich damals nach der Versammlung, die Honestus I. zum König machte, hier niedergelassen haben. Sie sehen sich als „Königstreue der ersten Stunde“ und zeigen dies oft durch am Leib getragene Wappen oder Rüstungsteile. So kann es vorkommen, dass sich selbst bei Bauern oder Poeten aus dem Windviertel plötzlich farblich abgestimmte Armschienen oder eine einzelne Schulterplatte finden lassen, die mit Stolz getragen und mit Freude weiter vererbt wird. Weiterhin gelten die Ehrenländer als sehr fromme und treue Anhänger des Lichtes. Gottesdienste zu besuchen oder selbst zu initiieren, gilt bei vielen Ehrenländern als gutes Omen, daher werden viele wichtige Ereignisse im Leben eines Ehrenländers eng mit der Religion verwoben. So kommt es häufig vor, dass Geschäftsabschlüsse direkt nach dem Gottesdienst, noch auf dem Tempelgelände diskutiert oder Priester und Paladine des Lichts auf offener Straße zum Umtrunk eingeladen werden, um sie danach um Rat in alltäglichen Dingen zu befragen. Der König genießt bei den Ehrenländern ein hohes Ansehen, trotzdem wird die Politik des Königs und vor allem die seiner Berater und der Repräsentanten der Grafschaften, heiß diskutiert, ein allgemeines Interesse an Politik – und auch Tratsch aus dem Königshaus ist häufig als Gesprächsthema vorherrschend.

Persönlichkeiten

König Honestus II.

Der erste und einzige männliche Nachkomme des König Cathearus kann mit Fug und Recht als der bisher beliebteste König bezeichnet werden. Der kriegerische Furor seines Großvaters und Vaters ist bei Ihm weniger ausgeprägt. Die staatsmännischen Weitsicht seines Vaters dafür umso mehr, dass macht Ihm zu einem ambitionierten Herrscher. Dabei ist es gerade sein großer Glaube an Gerechtigkeit dem einfachen Volk gegenüber und sein Glaube zum Licht, der ihn so auch zu einer Zielscheibe besonders adeligerBürger macht. Chronisten beschreiben ihn als mittelgroßen Mann, dessen aristokratisches Gesicht von einem braunen Vollbart mit einigen grauen Härchen betont wird. König Honestus II., mag nicht die kriegerische Gestalt seiner Ahnen besitzen, doch wenn er von Wut erfüllt ist, reift auch in ihm ein großer Krieger, der es vermag, die Seinen in die Schlacht zu führen.

Von Zeitgenossen wird er als eher stiller und kluger Monarch beschrieben, in dessen grün-braunen Augen häufig der Schalk blitzt. Eine besonders bemerkenswerte Eigenart ist ein andersfarbiger Fleck in einem Auge des Monarchen. Legenden zufolge soll es sich hierbei um die Auswirkung eines elfischen Segens handeln, als er als junger Mann zur Friedensschaffung in den Melvari-Wäldern unterwegs gewesen war. Als Enkel des Mannes, der viele Gesetze zum Nachteil anderer Völker geschaffen hat, ist es ihm besonders wichtig, sich um die Aussöhnung und das friedliche Miteinander zu kümmern. Moral und Recht sind ihm höchste Güter und beeinflussen nicht selten auch seine politischen Entscheidungen. Dies wird von anderen Adeligen nicht unbedingt immer mit Wohlwollen aufgenommen, während das einfache Volk ihren König immer mehr ins Herz schließt. Entscheidungen, wie Handelsembargos gegen Einstatt, provoziert durch die hohe Korruption und Kriminalität vor Ort, mögen wohl im Sinne des Lichts sein, sorgen aber nachhaltig für Feinde, denen sich der König stellen werden muss.

König Honestus II. ist noch unverheiratet und es fällt ihm sichtlich schwer, eines der vielen Hochzeitsangebote zu akzeptieren, da es ihm Sorgen bereitet, sich früh zu binden und er fürchtet, dass seine Liebe zum Licht darunter leiden könnte.Anekdoten erzählen auch davon, dass der König sich manchmal ohne Leibwache aus dem Palast schleicht und sich inkognito, angetan mit Mantel und Kapuze, unter das Volk mischt. Ob er dies tut, um ungefiltert Meinungen aufzuschnappen, oder um das „einfache“ Leben zu genießen, das weiß wohl nur er selbst. Aber es gibt immer wieder einfache Handwerker, Frontsoldaten oder Bauern, die Stein und Bein schwören, neben dem König gesessen zu haben, abends, am Lagerfeuer, bei einem Stockbrot...

Königinmutter Victoria

Königinmutter Victoria stammt aus dem Hochadel Olgrads und war in jungen Jahren eine treue Kriegerin und Leibwächterin aus dem Gefolge von Cathearus. Vom olgradischen Grafen gegen ihren Willen als „Friedgeisel“ entsandt, hasste sie den König anfangs mit Inbrunst. Doch als Cathearus erkannte, wie gut Victoria mit dem Schwert und der Axt war, beförderte er sie zu einer Ehrengarde und Leibwache, was diese jedoch als weitere Demütigung sah, fürchtete sie doch, so nie wieder kämpfen zu können. Doch der kriegslustige König sollte sie bald eines Besseren belehren. Während eines Feldzugs gegen die Diebesbande eines orkischen Plünderers namens „Kjazark Blutauge“ wurden der König und seine Leibwächterin vom übrigen Tross getrennt, als der Trupp in orkische Stachelfallen geriet. Während die Paladine und Krieger des Königs kämpften, stürzten der König und Victoria in einen Zufluss des Sonnenlichtsees und wurden so tief in die dichten Wälder der Ehrenlande getragen – und damit hinter die feindlichen Linien. Weder Victoria, noch der König wussten wirklich, wie man in den lebensfeindlichen und gefährlichen Wäldern überleben oder sich orientieren konnte, doch sie waren beide entschlossen, dem Wald zu entkommen.

Als die Plünderer unter Kjazark herausfanden, dass der Königin ihrem Wald war, wurden beide sieben Tage lang erbarmungslos durch den dunklen Wald gejagt. In dieser Zeit mussten sich Cathearus und Victoria blind aufeinander verlassen und unter steter Lebensgefahr den Wald durchqueren und dabei immer wieder gegen orkische Spähtrupps um ihr Leben kämpfen oder rennen. Als sie dann vollkommen entkräftet und dem Tode nahe den Waldrand erreichten, hatten sie einander so häufig das Leben gerettet, dass die anfängliche Ablehnung zu Liebe geworden war. Noch immer schmutzig und verwundet, bestand der König darauf, einen Lichtpriester kommen zu lassen, der sie nach sayanischem Recht zum Ehepaar erheben sollte.

Victoria selbst konnte als Königin zum Volk in Saya – Olgrad ausgenommen – nie wirklich eine echte Beziehung aufbauen. Sie war zu sehr Kriegerin und viel zu wenig Diplomatin, ein Umstand, den der polternde König sehr an ihr schätzte. Trotzdem sollte die Ehe noch auf viele Proben gestellt werden, vor allem als es dem Paar nicht gelang, einen Sohn zu empfangen. Erst als Honestus II. geboren wurde, sollte wieder Frieden Einzug halten und altersmilde auch andauern, bis Cathearus schließlich starb. Seinen Tod hat die Olgradi niemals wirklich verwunden und zu ihrem Sohn hat sie nach dessen Thronbesteigung keine Bindung mehr, das Volk hatte sie selbst früher schon gemieden. Meistens geistert sie nachts durch das Kronenrefugium und taucht– spindeldürr und murmelnd – an den unmöglichsten Orten auf, jammernd und „nach ihrem Ehemann suchend.“

Das "Grafenrund"

Beraten wird König Honestus II. unter anderem durch die Versammlung der Grafen, das „Grafenrund“ genannt, also ein runder Tisch, an dem sich neben dem König die Sprecher aller Grafschaften einfinden können. Alle – bis auf die Fürsprecher Vysanas – haben eine ständige Botschaft im Refugium eingerichtet und leben auch dort. Der Grafensprecher von Vysana wechselt aufgrund von Interessen, Lust und Laune der freien Elfen aus dem Melvari-Wald, recht häufig. Nominell sind alle Grafen an diesem Tisch gleich berechtigt, doch haben sich in speziellen Fragen häufig Neigungen ergeben, sodass „Matira Silbersegel“, die Sprecherin von Lobfeld, häufig in Sachen Wirtschaft konsultiert wird, während der Sprecher aus Olgrad „Torjew Windspringer“ zumeist über den Stand der Armee, der Aushebungen und Rekruten zu berichten weiß.

Der zwergische Sprecher „Golkka „Breitnase“ Gorrek“, schweigt meistens mürrisch und mischt sich nur in die Streitereien und Gespräche ein, wenn es um die Grafschaft Cragg-Ossem geht. Dann aber bringt er regelmäßig mit seiner Sturheit die Gespräche zum Erliegen und es braucht meist die Vermittlung des Königs oder der Sprecherin aus Takilien „Lodi Patisi“, um den störrischen Zwerg zu Kompromissen zu bewegen. „Cirinja von Algera“ ist die Sprecherin von Ratikor und als Hochadelige nach dem König diejenige, die den höchsten Titel innehat. Der Graf von Ratikor wollte mit dieser ungewöhnlichen Geste Gerüchten zufolge die Wichtigkeit von Ratikor im Kampf gegen die dunklen Lande unterstreichen. Trotz des dringlichen Anliegens steht Cirinja meist alleine dar, da sie unentwegt Truppen oder Versorgungen für ihre Grafschaft einfordert und mit düsteren Prognosen und Späherberichten regelmäßig die entspannte Stimmung am Tisch zerschlägt.

Der innere Zirkel der sieben Türme

Der innere Zirkel der sieben Türme entscheidet über die Geschicke der Magiergilde Sayas. Der oberste Zirkelvorsteher sitztdem inneren Zirkel vor und vertritt dessen Ansichten vor dem König und der Kirche des Lichtes. Der Rang wird jede Dekade neu vergeben, es sei denn, der Zirkelvorsteher tritt vorher ab oder wird in einem magischen Duell besiegt.

Erzmagister Tunriel bekleidet seinen Rang schon seit hundertenJahren, also noch länger als es das Königreich Saya selbst gibt.und lebt zurückgezogen in einem Elfenbeinturm im Melvari Wald.Seine Weisheit und sein allumfassendes Wissen machen ihn zumwahrscheinlich mächtigsten Erzmagier Sayas. Dennoch tritt ernicht oft in Erscheinung und wurde über die letzten Dekaden nichtmehr gesehen.

Erzmagister Gabriel Weißberg im Gespräch mit Heerführer Damor Donnerstein

Als jüngster Erzmagier unserer Zeit ist Erzmagister Gabriel Weißberg gerade einmal 28 Jahre alt. Sein Vater, ein Großwildjäger in den Weißbergen, gab ihn mit vier Jahren an einen Suchenden. Bereits mit acht Jahren wurde Gabriel in den Rang eines Adepten erhoben und legte innerhalb des Zirkels einen steilen Aufstieg ab. Trotz seines Talentes sprechen viele Magier ihm die nötige Erfahrung ab, den Rang eines Erzmagus auszufüllen.

Der mürrische Glamor „Runenauge“ Belegol aus Mentarok ist in jeder Hinsicht ein Sonderfall. Nicht nur ist es für einen Zwergen recht ungewöhnlich, den Pfad der Magie zu beschreiten, auch ein Erfolg ist den Wenigsten beschieden. Als Kind eines einfachen Eisenschmieds hat er die handwerkliche Einstellung, auch zur Magie, von seinem Vater übernommen. Als mächtiger Artefaktmagier ist er für einige der mächtigsten Relikte des Königreiches verantwortlich. Seine bekannteste Erfindung ist das sogenannte Runenauge, ein unter Magiern beliebtes Hilfsmittel, das die Astralsicht verbessert.

Als oberster Zirkelvorsteher und fähigste Kampfmagierin Sayas ist Erzmagister Feuerberg jemand, mit der man rechnen muss. In Karinmaik geboren hat sie sich über die Jahre eine gewissen Härte angeeignet, um die Interessen der Gilde durchzusetzen. Auch wenn die Gilde unter ihrer Führung erblüht, halten hohe Beamte und Berater des Königs die hohen Ziele der Magierin für gefährlich - nicht nur, weil sie zu jeder Zeit an den abwegisten Orten zu erscheinen vermag.

Als Mitglied der in Lobfeld ansässigen Familie Silberfeld ist Erzmagister Lucia stets darauf bedacht, die Interessen ihrer Familie in den inneren Zirkel einzubringen. Als besonders mächtige Anwenderin der Mentalmagie munkelt man, dass ihr Aufstieg in den inneren Zirkel nicht ganz mit rechten Dingen von sich ging. Dennoch ist ihr diplomatisches Geschick und ihre Hand für Geschäfte einunverzichtbarer Beitrag für den sayanischen Zirkel.

Paskus „Stahlhammer“, Kortal, der Spiegel des Lichts

Der oberste geistliche Führer der Kirche des Lichts ist der altgediente Paladin Kortal, genannt, der „Stahlhammer“. Die Geschichte der Kirche des Lichts ergibt, dass sich Priester und Paladine häufig als oberster Anführer, also als „Spiegel des Lichts“ abwechseln. In Friedenszeiten sind es somit häufiger Priester, in Kriegszeiten Paladine, die in dieses Amt berufen werden. Der Prozess der Nachfolge wird durch ein Ritual des Lichts bestimmt, bei dem sich Jene, die glauben, dem Licht als Anführer dienen zu können, in einen lichtdurchfluteten Andachtsraum begeben und dort zwei Tage lang fasten. Ruhend und im Gebet versunken, halten die Kandidaten Zwiesprache mit dem Licht, indem sie ihre Verfehlungen und Leistungen im Geiste rezitieren. Für jeden zur Wahl stehenden Anwärter findet sich einPokal, in dem sich gesegneter Messwein befindet. Am Ende der zwei Tage, wenn die Sonne mittags am höchsten steht und die Anwärter aus ihrem Gebet erwachen, sind alle Kelche bis auf einen einzigen leer. Der Anwärter mit dem vollen Kelch wird als vom Licht am Würdigsten erachtet, der Messwein dieses Rituals gilt als gesegnet und soll Erzählungen nach so bitter wie süß schmecken, zwei sich abwechselnde Geschmäcker, die auf die schlimmen und die guten Zeiten als oberster Spiegel des Lichts hinweisen sollen.

Kortal steht damit als die, von Priestern und Paladinen berufene, Speerspitze gegen die Gefahr aus den Dunklen Landen. Mit dem Fall des dunklen Gottkönigs und seiner Armee, so dachten viele, würde Kortal vermutlich bald seinen sterblichen Körper zurücklassen und zum Licht aussteigen. Als er das jedoch auch Wochen später nicht tat, wurden die Gerüchte über einen neuen Feind aus den dunklen Landen immer gößer und bestätigten sich letztendlich mit dem Erscheinen der Duvar. Als unermüdlicher Kämpfer gegen das Dunkle, hat er sein Leben dem Dienst am Lichte geweiht und ist für seine rigorose Kompromisslosigkeit bekannt, geliebt und gefürchtet. Mit „Sonnwut“, seinem lichtdurchfluteten Hammer, geschmiedet von Zwergen und gesegnet vom Licht, ist er an vielen Fronten gegen die dunklen Lande oder anderer Bedrohungen zu finden. Dieser Dienst hätte bei jedem anderen Spuren hinterlassen, doch obschon vielfach getroffen und zerschmettert, sind Leib und Gesicht des obersten Dieners des Lichts – Paskus, oder übersetzt: Spiegel des Lichts genannt – zwar vollkommen verheert, doch strahlt in seinen Augen noch immer Leben und sein Leib wirkt heute noch so kampferfahren wie damals.

Wir beten zu den Erzengeln, sie geben uns Kraft und Stärke. Sollten wir sehen, dass einer der auf dem Schlachtfeld wandelt, sowohl dunkler Paladin als auch Erzengel, wissen wir, dass der Krieg den wir führen größer ist als wir [...]

Paskus August Weißauge in einer Aufzeichnung in der Senne Weißschild

Als grauhaariger Streiter hat er viele Freunde und Verbündete sterben sehen, doch anstatt zu brechen, hat ihn dies nur noch härter geschmiedet. Dieses Wunder des Lichts kommt nicht ohne Opfer. Es heißt, dassmit jeder Wunde, die sein Leib erleidet, die gleichen Wunden auf seiner Seele und in seinem Herzen steigen und geschlagen werden. Der Veteran vieler Schlachten weiß, dass sein Leben nur noch kurz währen könnte, sofern er nur einmal Zweifel an seiner Mission zulässt, doch das Licht spricht zu ihm, wie es zu Honestus dem I. sprach und so versieht er seinen Dienst mitgroßer Hingabe. Obschon er seine Heimstatt in der Senne Weißschild in der Hauptstadt hat, ist er doch weitaus häufiger auf Reisen und besucht alte Ruinen der Zeit vor der Reichsgründung oder inspiziert die Truppen, die gegen die dunklen Lande ziehen. Die notwendige Schreibarbeit überlässt er dabei vor allem Laienbruder Nioclas. Der junge Schreiber wurde bei seinerersten Prüfung zum Paladin schwer verwundet und wird aufgrund seiner Verletzungen nicht mehr kämpfen können. Doch was das Licht ihm an Kampfkraft verwehrte, gewährte sie es ihm als Verstand. Kortal überging viele erfahrene Verwalter und setzte Nioclas als seinen Verwalter ein, da er in ihm ein Lichtfunkeln zu sehen glaubt, dass seinem Glauben ebenbürtig scheint. Nioclas selbst sieht sich mittlerweile mehr als Priester denn als Paladin, so dass die Beiden sich in den Aufgaben der Kirche des Lichts gut ergänzen.